**Rezension** . Charlotte Schroeter „Das Gerstenberg-Haus“


Das Gerstenberg-HausAutor: Charlotte Schroeter
Titel: Das Gerstenberg-Haus
Originaltitel: Das Gerstenberg-Haus
Bindung: Taschenbuch, 236 Seiten
Verlag: Eire Verlag (14. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 9783943380194
Preis: € 14,90
Genre: Belletristik, Historischer Roman

Zum Buch

Geseke um 1635: Pest, Judenpogrom und Hexenverfolgung in einer dramatischen Familiengeschichte.

Inhalt

„Eine unehrenhafte Verbindung bringt die wohlhabende Familie Gerstenberg zu Fall. Die Tochter Bettlin flieht mit dem jüdischen Bankier Salomon Levy aus der Hellwegstadt Geseke. Der Ausbruch der Pest macht die Menschen empfänglich für Vorurteile und Aberglaube und schon bald muss Johann Gerstenberg kämpfen – um seine Familie, sein Ansehen und seinen Besitz.


Meine Meinung

Was sich Anfangs durch die vielen Hintergrundinformationen (Stadt-Infos, Jahreszahlen, Namen und etlichen weiteren Daten) wie ein Reiseführer liest, entwickelt sich im weiteren Verlauf schnell zu einem spannenden, tragischen und auf jeden Fall interessanten Historien-Roman mit regionalem Bezug. Durch die sachliche Erzählung der Geschehnisse wirkt das Buch nicht aufgesetzt, sondern vermittelt – nicht zuletzt durch die verwendeten, um 1900 entstandenen, schwarz/weiß Fotografien – das Gefühl, direkter Zeuge dieser (zum Teil) wahren Geschichte zu sein.

Wahre Geschichte? Ja, denn: in „Das Gerstenberg-Haus“ wird Stadgeschichte geschrieben! Die Pest war damals tatsächlich ein großes, schauderliches Thema, ebenso wie die Hexenverbrennung und das Judenprogrom. Schauplätze wie Häuser & Städte existierten und existieren noch heute, die Personen (abgesehen von einzelnen fiktiven) lebten tatsächlich zu dieser Zeit in besagten Orten.

Wer mit solchen Hintergründen noch eine Familiensaga mit Drama und Liebesgeschichte vereinbaren kann, der hat definitiv Fantasie – und Talent zum Schreiben!

Informationen

Das Gerstenberg-Haus steht noch heute als eines der ältesten Bauwerke in Geseke (Kreis Soest, Westphalen).

Der Folgeroman „Die Schwestern Marchand“ ist unter der ISBN-Nummer 978-3-943380-28-6 ebenfalls im Eire Verlag erschienen. Wieder ist das „Gerstenberg-Haus“ Schauplatz der Handlung. Im Jahr 1806 bezieht die französische Familie Marchand das ehemalige „Gerstenberg-Haus”. Doch Frieden findet sie hier nicht. Unheimliche Dinge ereignen sich.

In Planung ist auch ein dritter Band, der sich mit den Weltkriegen und der NS- Diktatur in Geseke beschäftigen wird. Auch hier wird das „Gerstenberg-Haus“ Hauptschauplatz des Romans sein.


Fazit

Ein absolut lesenswertes Debüt mit hervorragend recherchierten Fakten, angereichert mit der richtigen Prise Fantasie und Talent!

#DieBuchstabler


Unser Rating
Rating: 4/5


Über die Autorin

Charlotte Schroeter, geboren 1988, studierte Literatur und Geschichte an den Universitäten Paderborn und Bielefeld. Derzeit ist sie Masterstudentin des Studienfachs Komparatistik. Geseke ist ihre Wahlheimat.

*Quelle: Eire Verlag 


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2 Gedanken zu “**Rezension** . Charlotte Schroeter „Das Gerstenberg-Haus“

    • Buchstabler schreibt:

      Hallo Nelly,

      vielen Dank – auch für´s folgen! 😉
      Ich wollte auch direkt mal auf deinem Blog vorbei schauen – aber das ist leider nur eingeladenen Lesern möglich… Schade 😦
      Vielleicht schickst du mir mal eine Einladung?

      ♥ //Anja

      Gefällt mir

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